Julian Sas und Band im de Bosuil in Weert/NL am 21.01.2011

Ich wollte es endlich in Erfahrung bringen und hören, fuhr nur aus diesem Grund ins niederländische Weert am vergangenen Freitagabend….kleiner Scherz…für diese Truppe geh ich über jede Grenze.Nachdem ich Julian Sas und seine jeweiligen Mitspieler seit dem Jahr 2002 bisher acht Mal in verschiedensten deutschen Musiklokalitäten erleben durfte ( Schymys Pub in Krefeld, Okie Dokie in Neuß, Saal Birgit in Viersen ) wollte ich es nun endlich und wahrhaftig hören, aber er ließ mich noch einige Minuten im wahrsten Sinne des Wortes zappeln, denn er und seine Jungs – Bassmann Tenny Tahamata und Schlagzeuger Rob Heijne – enterten die Bühne und zündeten die erste Powerbluesrakete des Abends, der Auftakt zu einem zweistündigen Feuerwerk mit dazu passendem zeitweiligen Trockeneisnebel begann ohne Vorgeplänkel und Vorrede.Ab 21 Uhr 30 wurde uns als erstes Lied der Stranger Blues vor die T – Shirts, Hoodies, Baumwollhemden und Lederjacken geslidet, gebasst und gepowert, nach dem Stück gab`s sehr kräftigen niederländischen, belgischen und deutschen Applaus, die Begeisterung frischte schon zu diesem frühen Zeitpunkt auf und es war kein laues Lüftchen, das bauschte auf und wir alle waren bereit zur Party und wir kriegten was wir brauchten.Und dann hörte ich es endlich und mit eigenen Ohren, auch in den heimischen Gefilden der Dutch Powerblueser klärt Julian das Publikum in Englischer und nicht in Niederländischer Sprache über das nächste Stück auf und fragt zwischendurch auch auf Englisch, wie denn das werte Befinden vor ihm im Saal sei, everything allright? Aber hallo. Nachdem Julian also die Gibson Firebird auf Betriebstemperatur gespielt hatte, Tenny den Fenderbass und Rob das Schlagzeug geschmeidig gab’s nach dem Vollgas Slideblues als the next big thing in leicht gedrosseltem Tempo Resurrection von der gleichnamigen CD, dieser Titel vertritt auch im wahrsten Sinne des Wortes die wah wah Abteilung und ist ein etwas sperrigerer Titel aus dem großen Repertoire des Trios, der aber nichtsdestotrotz groovt wie die Sau. Mehr

Big Blind im Cafe de Weegbrug in Roermond am 13.03.10

Der RootsRockingRhythm`nRollBlues ist ein Wortgetüm, das mir am Besten umschreibt, was die vier Jungs von Big Blind da so auf der Bühne raushauen, Big Blind ist ein Ausdruck aus dem Pokerspiel und ist ein vorgeschriebener Einsatz beim Spiel, die ziemlich junge Band aus Dordrecht in den Niederlanden verkörpert für mich aber einen anderen Begriff des Spiels, den Royal Flush.Es ist phantastisch, was es da bei unseren Nachbarn so an jungen Bands gibt, die absolut unmainstreamige Musik spielen, die rocken wie die Sau, vor sechs Wochen sah ich die Rhythm Chiefs in Rommerskirchen Sinsteden ( siehe Bericht hier weiter unten im Blog ) die mich aus den Schuhen hoben und heute abend in einem meiner Musikwohnzimmer, dem Cafe de Weegbrug in Roermond kippte ich wieder aus den Latschen, dafür sorgten Wesley van Werkhoven mit rauher Stimme und gekonntem Bluesharpspiel, JJ van Duijn als Meister der Gibsonbearbeitung, Dirk van Duijn beim Aufbassen und Niels Duindam mit seinem dazwischen – und (D)reinschlagen. Mehr

The Rhythm Chiefs …

im Kulturzentrum Sinsteden bei Rommerskirchen am 30.01.10.Ich kapier das heute immer noch nicht, wie können drei Jungs aus den Niederlanden, zusammen keine 60 Jahre alt, Musikalisch, Instrumententechnisch und Kompositorisch so auftrumpfen, so sicher, so begeisternd, wo soll das denn noch hinführen, die spielen in ein paar Jahren alles in Grund und Boden, da kannste nur mit dem Kopf schütteln und dann spielen die auch noch so eine für die meisten Musikkonsumenten ihres Alters völlig “ unzeitgemäße “ Musik, eine Mischung aus Blues, Bluesrock, Boogie, Rockabilly, RocknRollWoll, TexMex und Country, natürlich aber auch mal nur Blues, nur Boogie, nur Rockabilly……… Mehr