The :Egocentrics aus Rumänien….

….Hera am Schlagzeug, Jess am Bass und Brenn an der Gibson sind für mich die ins Jahr 2011 transportierte The Jimi Hendrix Experience.

Hogjaw im Spirit of 66 in Verviers am 27.04.2011

Der Southern Rock wurde ja leider in den letzten Jahren von den meisten der einstigen Heroen so oft zu Tode geritten oder standrechtlich erschossen, das der dieser Musikart zugeneigte Fan mit dem Schlimmsten rechnen musste.Es gab in dieser Zeit auch mal einige hoffnungsvolle, neue Momentaufnahmen, die sich aber zu oft nach einer guten CD in der Folge ins Grab legten und selbst zuschaufelten.Aber die Sonne ging auch im Southern Gewerbe hin und wieder mal auf und so bescherte sie uns eine heiße, neue Band, die nicht nach einer Sommersaison verglühte.So eine Rarität stand heute Abend auf der Bühne des Spirit of 66 in Verviers in Belgien und zündelte ganz schön rum.Hogjaw sind vier Männer aus dem Staate Arizona, dieses Quartett spielte und sang sich unter diesem Namen seit 2006 durch diverse amerikanische Gegenden, im Jahr 2011 auch erstmals durch europäische Länder, außer Belgien noch Norwegen und Schweden, Frankreich, Italien und Spanien.In deutschen Landen gab’s nur einen Auftritt, in Berlin am 26.04.Die Fahrt über die Highways Number 2, 3 and 4 von Berlin Richtung Verviers schlauchte, wie mir kurz vor Auftrittsbeginn Sänger und Gitarrist Jonboat Jones mitteilte.Wieder mal typisch die Freundlichkeit und Unkompliziertheit des größten Teils der Musiker meiner bevorzugten Musikarten, ich stand vor der Bühne und begutachtete die Playliste, die Mr. Jones hinter eine Monitorbox legte und er begrüßte mich mit Handschlag und freute sich auf den Auftritt und erzählte was über die Fahrt from Börlin to Verviers. Mehr

Julian Sas, Herr Marshall und die Gibson im de Bosuil Weert 21.01.2011

Hannes Bauer Orchester Gnadenlos …

im Dr. John in Neuß.Und Hannes sprach zu seinen vor der Bühne versammelten auf die Feier wartenden, mit einem bauernden Grinsen im Gesicht, jetzt wird`s Rockenrolldien(st)lich und der Pank ging ab, die Partystimmung schoss von Null auf Zweihundert in Nullkommanix Sekunden. Mit den ersten Takten und Worten vom Dienstbeginnstück Pyro Manni, “ Schon als Kind spielte Manni immer gern mit dem Feuer … „, rollte der Rockenroll unaufhaltsam und gradlinig durch`s Dr. John, einer Musikkneipe mittendrin in Neuß, gemütlich und rockig und richtig klasse und mit dem für die folgenden Hitzegraden für mich richtigen Getränkeangebot, bayerischem Weißbier, skol. Hannes spielte mit Feuer seine Gibson in Feuer und Flamme, gnadenlos gut, seine Stimme passt zu seiner Musik wie der Buggie zum Wuggie, bei einigen Liedern vergriff er sich auch mal an seine Stratocaster, aber er vergriff sich nicht. Und seine beiden musikalischen Mitfe( u )( i )ergaranten Henning Geiss mit dem Bass und Phillipe Candas am Schlagzeug stehen und sitzen ihm in aber auch gar nichts nach, ein Trio Infernal des guten Rockenroll Geschmacks. Nachdem die Band zusammen mit Pyro Manni die Temperatur im Dr. John in Richtung Waschküche beschleunigt hatte, die Grade schwappten auch den ganzen Abend auf hohem Niveau, folgte nun der Programmpunkt “ Da ha ick kein Bock druff „, das galt natürlich nicht für den heutigen Abend, das Lied rifft sich gut und im Text geht`s um Erinnerungen an die Jugend. Der hinterher folgende, aber nicht hinterher fahrende Porsche Blues brettert musikalisch auf der Strasse des Hardrockingblues und hat acht Gänge, im Text und auch so, animierte die sehr geneigte und begeisterte Mithörerschaft zum Mitsingen. Die Band blieb beim Thema Auto im darauf folgenden Liedgut und stellte einen textlichen Zusammenhang her zwischen “ Alten Autos und Rockenroll „, der Rockenroll rollt und das alte Auto steht. Ein Boogie zum Thema Sabbeln passt danach wie das traumwandlerische Zusammenspiel der Drei auf der Bühne und mit Hallo Joe geht`s weiter im Takt und textlich zur Sprache kommt das Schuldentilgen, zur Zeit ja ein Thema im Selbstbedienungsladen für so genannte Manager, den Aktiengesellschaften.. Das Tempo bleibt hoch mit dem anschließenden Laubfrosch Blues, das mit einem uns allen spanisch klingenden Intro beginnt, und zieht noch ein bisschen an mit Marleen, aber nicht einer von uns beiden muß nun gehen, sondern die Nachbarin ist gemeint, das Hörvolk tobt mit der Band um die Wette. Weiter im Takt und Tempo und Text wird ein Abschlepper vorgestellt, mit Rolling Stones und Hans Albers Anleihen gespickt und hinterher it`s Slowbluestime mit der “ Spinne “ und einem brachialen Solo vom bluesigsten. Hannes Bauer ist ein brillanter Gitarrist, er ist ja auch noch so nebenbei der Saitenbespieler in der Band von Udo Lindenberg, er hat die richtigen zwei Händchen fürs grobe Schreddern wie auch fürs Filigrane, er hat ganz schön was zu sagen auf den sechs Saiten. Nach der Pause wird das Instrumental Peter Gunn von ihm mit Purple Haze in faszinierender Weise vermischt und verwoben, Henning und Phillippe bullern mit vom Bauchdeckenschwingendsten und schlagkräftigsten, die drei mischen uns auf im wahrsten Sinne der Worte. Waitin` fort the bus, Melodie und Rhythmus von ZZ Top, Text leicht verändert und eingedeutscht von Hannes, aber trotzdem ist die Hauptaussage des Stückes weiterhin “ Erbarmen „. Ham`se aber nicht mit uns, es geht schnurstracks geradeaus weiter auf dem Rockhighway, jetzt mit den Wild West Ridern, einem im Tempo immer mehr anziehenden Countryrocker und in Sichtweite der Ausfahrt gibt der Guitar Man nochmal alles, der Text bezieht sich auf einen Weltmeister des Luftgitarrenspielens und wir hören auch noch zum guten Schluß, das wir das Recht und die Pflicht zur Party haben, im Text geht es natürlich darum, wir die hier im Dr. John versammelten haben 150 Minuten Party genossen, Dank an die Band für einen netten Samstag.