Doc Holliday, die Southern Rock Institution, auf Abschiedstour…

…durch Europa, die Band stellt ihren Spielbetrieb nach 30 Jahren ein, am 20.06. 2011 hörten wir die Jungs zum letzten Mal im Spirit of 66 in Verviers/Belgien.Hier traten sie in den 15 Jahren seit Bestehen des Klubs etliche Male auf. Wir hörten Klassiker des Southern Rock aus ihrem Spirit wie Lonesome Guitar, Song For The Outlaw und Last Ride.

Zu meiner Photogalerie dieses Auftritts:  Doc Holliday im Spirit of 66

Hogjaw im Spirit of 66 in Verviers am 27.04.2011

Der Southern Rock wurde ja leider in den letzten Jahren von den meisten der einstigen Heroen so oft zu Tode geritten oder standrechtlich erschossen, das der dieser Musikart zugeneigte Fan mit dem Schlimmsten rechnen musste.Es gab in dieser Zeit auch mal einige hoffnungsvolle, neue Momentaufnahmen, die sich aber zu oft nach einer guten CD in der Folge ins Grab legten und selbst zuschaufelten.Aber die Sonne ging auch im Southern Gewerbe hin und wieder mal auf und so bescherte sie uns eine heiße, neue Band, die nicht nach einer Sommersaison verglühte.So eine Rarität stand heute Abend auf der Bühne des Spirit of 66 in Verviers in Belgien und zündelte ganz schön rum.Hogjaw sind vier Männer aus dem Staate Arizona, dieses Quartett spielte und sang sich unter diesem Namen seit 2006 durch diverse amerikanische Gegenden, im Jahr 2011 auch erstmals durch europäische Länder, außer Belgien noch Norwegen und Schweden, Frankreich, Italien und Spanien.In deutschen Landen gab’s nur einen Auftritt, in Berlin am 26.04.Die Fahrt über die Highways Number 2, 3 and 4 von Berlin Richtung Verviers schlauchte, wie mir kurz vor Auftrittsbeginn Sänger und Gitarrist Jonboat Jones mitteilte.Wieder mal typisch die Freundlichkeit und Unkompliziertheit des größten Teils der Musiker meiner bevorzugten Musikarten, ich stand vor der Bühne und begutachtete die Playliste, die Mr. Jones hinter eine Monitorbox legte und er begrüßte mich mit Handschlag und freute sich auf den Auftritt und erzählte was über die Fahrt from Börlin to Verviers. Mehr

Stacie Collins und Band im Spirit of 66 in Verviers am 14.03.11

Die erfreuliche Bilanz dieses Konzerts im Spirit of 66 in Verviers beinhaltete auch einige nicht ins Kontor fallende Musikinstrumentarische Schäden und die verteilen sich wie folgt: Während des Vortrags des mittelschnellen Countryrockers A Good Man verrockte sich die Halterung von Frau Collins Mikrophon in etliche Einzelteile, Francis, der Besitzer des Spirit, sorgte umgehend für Ersatz und schraubte eine neue Halterung ein.Ein umgerockter Stuhl, auf dem befand sich bis zum Zeitpunkt des Umfallens Stacies Harpkoffer, der Stuhl hüpfte vor lauter Begeisterung über das dargebotene künstlerische Schaffen der Vier aus Nashville/ Tennessee mit und sank dann leider um und hin.Die Lee Oskar Harps aus dem Koffer verteilten sich mit dem Koffer ungleichmäßig auf dem Bühnenboden.Nach dem Einsammeln der Mundharmonikas wurden Stuhl und Alukoffer mit Panzerband fixiert und befestigt, wieder mit den diversen Mississippisaxofonen befüllt und fortan blieb alles auf den dafür vorgesehenen Plätzen.Zwei Harmonikas verstimmten Stacie, weil sie sich während ihres druckvollen Spiels bei ihrer Eigenkomposition Baby Sister und beim für Muddy Waters von Willie Dixon komponierten Klassiker I`m Ready verstimmten.Sie flogen unkontrolliert in halbhoher Flugbahn begleitet von zwei Flüchen zur Bühnenseite in die Vorhänge und wurden in der Konzertpause von ihr wieder aufgesammelt bevor es zum Autogrammschreiben und Smalltalk an ihren Merchandisingstand ging.Aber der alles überragende Anteil in der Konzertbilanz gehörte dem Spaß- und Freudefaktor auf und vor der Bühne, die Frau und ihre drei Männer neben und hinter ihr- einer ist ihr Ehemann, rockten sich und uns die Seelen aus dem Leib, sie feuerten ihre Gute Laune Musik gnadenlos und mit viel Spirit ins Spirit.Die Honkytonk, Countryrock, Rootsrock und bluesige Hardrock Post landete richtig addressiert in den Zentralorganen des Rock`n Roll der enthusiastischen Zuhörerschaft- Herz, Seele, Nieren und natürlich in den Knochen, die alten und jungen Knochengerüste der Partyfeiernden Gemeinschaft bekamen eine orthopädische Grund- und Weiterbehandlung der wohltuenden Art. Mehr

David Gogo spielt den Jupilerslide beim Hoochie Coochie Man…

 

im Spirit of 66 in Verviers / Belgien am 31.01.11

Rhino Bucket im Spirit of 66 in Verviers am 06.01.2011

Was für eine Promo Tour für die Bekanntmachung ihrer brandneuen CD mit dem Titel Who`s got mine…Das aus dem Bundesstaat Kalifornien stammende Quartett Rhino Bucket ackert den Rock`n Roll auf Bühnen in zahlreichen europäischen Rockmusiktempeln und erntet hoffentlich die verdienten Meriten, sie rocken auf von Belgien über die Niederlande und Deutschland nach Nordeuropa und von da über Tschechien und Österreich in die Schweiz und ins Südeuropäische.Von Anfang Januar bis in den Märzen hinein, 54 Konzerte in 60 Tagen, ein außerordentlich kerniges Programm, genauso kernig klingt die Musik und ihre Grundgedanken lauten wie folgt: das muss rocken wie die Sau und der Radau soll das Wohlfühlzentrum des Rockmusikkonsumenten treffen und beide Gedanken trafen zu Hundert Prozent auch noch ins Mark. Und sehr robust und kräftig rockte das hier und heute abend im Spirit of 66 in Verviers in Belgien, davon überzeugten sich ca. 120 Hardrockmusiktrunkene, trunken und begeistert von dem bluesigen Zweig dieser Musikgattung und zu dieser Trunkenheit brauchte mann/frau nix kompliziertes, nur diese vier Radaubrüder im mittleren Alterssegment: einen Rhythmusgitarre spielenden Schreihals namens Georg Dolivo, der gebürtige Finne werkelt von Anfang an in der Band die 1987 von ihm gegründet wurde, einen Leadgitarristen, den die Riffs von Chuck Berry und aus Australien prägten, sein Name Brian Forsythe, und eine Rhythmustruppe die die beiden schon genannten ständig vor sich her- und antreibt, schiebt und mitreißt, das sind Reeve Downes am Bass, der auch die komplette bisherige Bandbiografie mitschrieb und Schlagzeuger Anthony Biuso, der erst seit kurzer Zeit sehr passabel den Hocker hinter dem Schlagzeug besetzt.Es ist kurz nach 20 Uhr 30, der Marshallplan war genehmigt, die Marshälle links und rechts auf der Bühne waren aufmarschiert und in Habachtstellung, die 16 Saiten in vorzüglicher Vorstimmung und das übersichtliche Schlagrhythmusensemble in gespannter Erwartung.Und die Stampede startete mit dem Titeltrack ihres neuen Albums, der rockte uns im mittleren Riffgeschwindigkeitsbereich die Knochen in die Gänge und in eine sehr kurze Auflockerungsphase, es folgte der Titelsong ihres letzten Albums, The hardest town, ein sehr bluesiger Hardrockstampfer der die Halswirbelsäule ziemlich belastete, das Publikum war jetzt sowas von locker und blieb es bis zum Finale, und hinterher, hinter der hardest town noch so einer, so ein Stampfer mit australischen Roots, Welcome to hell, dieser Song läutet ihre CD And then it got ugly ein und apropos locker, mich begeistert an dieser Band immer wieder ihre lockere und lässige und völlig unhektische Spielweise, der drei Akkorde Vierer knallte uns auf seine Weise den Split der Bürgersteige und Strassen von Verviers aus den Schuhsohlen und rund um mich herum war die Party zugange.Weitere bluesige Hardrockglanzstücke wie Message in my bottle und She rides und Jokes on you folgten Beat auf Beat, Beat to death like a dog, der erste Song ihrer CD Get used to it ging so, er ging so los wie früher Mike Tyson auf die Kinnladen seiner Gegner, Georg und Brian und Reeve mit ihren perfekt sitzenden Saitenhieben und Tony mit seinem Phil Rudd ähnlichen Punch ließen unsere Kinnladen nach unten klappen und der schmutzigrotzige Gesang aus Finnland versorgte uns mit der Message: so muß das sein, so muß das scheppern und röhren, so ein völlig unverkopfter und schweinegeiler Hardrockpartykrach, man was für ein Spass, vor und auf der Bühne, das Publikum ließ sich nicht lumpen und feuerte die Musiker immer weiter an, die waren ob der Reaktionen vor ihnen schwer begeistert und ließen sich ihrerseits nicht lumpen, sie hielten die Party vor ihnen auf Trab.Wir durchlebten für ca. 100 Minuten die musikalische Bandgeschichte, die beschreibt ja  einige Musikerwechsel und sogar eine 6jährigen Auszeit der kompletten Band, die Discographie nennt 7 bisher veröffentlichte CD`s, darunter mit der 2007 erschienenen  No song left behind eine CD mit Previously Unreleased-  und einigen Livetracks.Wir horchten 20 Liedern während ihres von mir nur so zu beschreibenden Auftritts, das ist eine fest zusammen gefügte Rock`n Roll Einheit, die verstanden sich spielerisch, das knallte von Anfang bis zum Finale, alle im Saal waren nassgeschwitzt, was willste mehr….nix mehr.Am Merchandisingstand erstand ich vor der Heimfahrt noch ihre neue CD, es war mal wieder wie schon so oft ein toller Abend im Spirit of 66, ich freue mich immer wieder darüber, das in überschaubarer Entfernung von meinem Wohnort noch so ein Kleinod existiert und mein Fazit lautet wieder, Rockmusikhörende Leute, unterstützt solche Läden und Bands durch euren Besuch, es lohnt sich.

W.I.N.D. feat. Johnny Neel im Spirit of 66 in Verviers am 19.11.10

Am 16.10. 2009 unternahm ich den ersten Anlauf um ein Konzert von W.I.N.D. heimzusuchen, leider blieb es beim Versuch, mein französisches Auto war auf der deutschen Autobahn 4 in Höhe Kerpen nicht mehr dazu bereit mich nach Belgien zu befördern um diese Band aus Italien zu erleben.Diesmal brauchte ich keinen Automobilclub zur Pannenhilfe, alle 4 Zylinder verrichteten bleifrei versorgt tadellos ihre Arbeit, die Show konnte beginnen.Und fast vorne weg, der kommende Bericht hat mit Objektivität soviel zu tun wie die schwatzgelbe Regierung mit sozialer und gerechter Gesetzgebung, objektiv funktioniert bei mir mit dieser Band nicht, es erschaffen auf dieser weiten Welt einige Leute furchtbare Musik, furchtbar gute….diese Jungs hier gehören dazu und müssen leider draußen bleiben, außerhalb aller auch nur im Ansatz kritischer Anmerkungen, es gibt für mich keine, die drei aus der bluesigen Jam Rock Szene befinden sich mit ihren bisher erschienenen CD`s in meinem Koffer mit der “ Musik für die einsame Insel“.  
W.I.N.D. stammen aus Udine in Italien und bestehen in der heutigen Besetzung seit 2008, in diversen CD Shops kann Mann/Frau fünf grandiose CD`s von ihnen bestellen, die Silberlinge enthalten meiner Meinung nach nicht eine unpassende Note, die wissen wie Rockmusik funktionieren soll und muss, sie sind: Fabio Drusin am Bass und Gesang, Anthony Basso an Gibson und Gesang und Silvano Bassi am Schlagzeug.Als besonderes Schmankerl war zur Verfeinerung des sowieso schon grandiosen Sounds der jammenden Rocker auf dieser Tour Johnny Neel aus dem Staate Delaware in den USA an den Keyboards und Piano dabei. Mehr

Der Bootsmotor beschleunigt….

1597-fhj-brad-coffin-1von Null auf  HardrockingBlues in weniger als 5 Sekunden. So geschehen im Spirit of 66 in Verviers/ Belgien, einem Veranstaltungsort meines Vertrauens. Brad Coffin greift in die Saitenlage und startet mit seinen Jungs von Five Horse Johnson ( der Name eines Bootsmotors ) einen Abend, der allen alles abverlangt! Beer, Sweat und Tears of Joy!